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Schulformorientierte Beschulung

Die Förderschule versteht sich als Durchgangsschule für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung, die in ihren Herkunftsschulen nicht mehr ausreichend gefördert werden können. Ziel ist die Rückschulung der Schülerinnen und Schüler, wenn eine emotionale und soziale Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen erreicht ist.

Die Schule Ilseder Hütte verfügt über maximal 32 Schulplätze in vier Lerngruppen.
In den alters- und leistungsheterogen zusammengesetzten Lerngruppen (Klassenstufe 1-9) werden die Schülerinnen und Schüler nach den jeweiligen Bildungsstandards und Kerncurricula ihrer Klassenstufe und ihrer Schulform entsprechend individuell unterrichtet und gefördert (schulformorientierte Beschulung).
So wird beispielsweise der Zweitklässler der Grundschule neben dem Neuntklässler der Hauptschule neben dem Sechstklässler der Förderschule für Lernen zwar im selben Raum, doch jeder für sich in seiner Lernecke zum selbstständigen Arbeiten angeleitet. Jeder Schüler arbeitet nach seinem individuellen Förder- und Unterrichtsplan (individueller Wochenplan), entsprechend seines Leistungsstandes und Lernvermögen. Dieser Plan baut auf den Stärken des Schülers auf, verschafft schulische Erfolge und kann so helfen, Schulfrustration zu überwinden und wieder Freude am Lernen zu wecken.
Um das Soziale Lernen zu fördern, werden regelmäßig Unterrichtsphasen eingeplant, an der die Schülerinnen und Schüler gemeinsam teilnehmen. Hierzu gehören Gesprächskreise, der Sport-, Kunst- und Werkunterricht, zwei gemeinsame Mahlzeiten pro Tag mit entsprechenden Diensten, Bastel- und Spielsituationen, gemeinsame Pausen, sozialpädagogische Angebote, etc.
Jede Lerngruppe besteht aus max. 8 Schülern. Die Kleingruppe ermöglicht den Aufbau einer engen vertrauten Schüler-Lehrer-Beziehung. Unterstützend wirken Sozialpädagoginnen in den jeweiligen Lerngruppen mit.

Ziel aller pädagogischen Interventionen ist es, bei den Schülern ein positives Selbstwertgefühl aufzubauen, sie zu befähigen eigene Emotionen zu verstehen und angemessen mit ihnen umzugehen sowie Verantwortung für sich selbst und die Gemeinschaft zu übernehmen.
Hierzu bieten wir den Schülern ein Verstärker- und Regelsystem an, das die Einhaltung der Regeln kontinuierlich thematisiert und Fortschritte unmittelbar verdeutlicht.
Sehr stark gegliederte Unterrichtsabläufe und ein kleinschrittiges Vorgehen im Prozess des Erlernens von positivem Verhalten sollen ihnen ermöglichen Regeln einzuhalten, ihre sozialen Kompetenzen weiterzuentwickeln und zu erkennbaren Erfolgen führen.
Eine enge und vertrauensvolle Kooperation mit den Eltern soll zu gemeinsamen Absprachen und der Verstärkung von erwünschtem Verhalten verhelfen.
Die Initiierung von verlässlicheren Strukturen ist für die konstruktive Entwicklung unserer Schüler von erheblicher Bedeutung und nimmt daher einen erheblichen Anteil an unserer Arbeit und der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ein.